Markus Kohn Steckbrief:
Kontakt:Email: m.kohn@hs-furtwangen.de
skype: markuskohn
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Semesterbeiträge ImMe IIPerformance: trance|actionsixty/sixty So, what we did is... Aus der 60 minütigen Aufzeichnung einer Lernsession wurden je 6 Fragmente à 10 Sekunden per zufälliger Auswahl im Schnittprogramm extrahiert. Dieses Experiment wurde gemeinsam mit Markus Kohn ausgeführt. Beide teilnehmenden Personen haben das 60min Video manuell je einmal fragmentiert. Die daraus resultierenden Sequenzen fügen sich zu einem neuen Ganzen zusammen. Interessant ist hierbei dass die so zufällig entstandenen 60 Sekünder miteinander verglichen werden können. Schnittvariante II Lukas Schnittvariante I Markus Semesterbeiträge ImMe IAlltagsgeräusche:Prinzipdarstellung – Raga Interaktionsmodell:![]() Impressionen der Donaueschinger Musiktage '08:Schichtwechsel temps et mouvement – Franz Martin Olbrisch (2:47) Ondinnonk – Dror Feiler (2:46) Übung zur Improvisation:"It's all over!" – Schneider, Lopes, Kohn (2:52) Aufführung der Improvisationen im Seminar:Teilnehmer: Markus Kohn (Gesang), Harald Schneider(Drum Box), Antonio F. Lopes (Gitarre) Intention: Gewählt wurde eine eher 'klassische' Variante der Improvisation mit Musikinstrumenten. Fokus der Darbietung lag einerseits in der Koordination von Textimprovisation und Spielimprovisation, andererseits aber auch in einer Grundqualität der Gesamtimprovisation, die den von uns erwünschten Unterhaltungsaspekt erfüllen sollte. Zu diesem Zweck wurden die zuschauenden Teilnehmer dazu aufgefordert, sich in einem Halbkreis um die Gruppe auf den Boden zu setzen. Diese von uns geforderte Sitzhaltung hatte zweierlei Hintergründe: 1. durch die Gitarre wurde dadurch eine gemütlichere, immersivere und gemeinschaftlichere Atmosphäre erzeugt, die bspw. einem Lagerfeuer-Abend ähnelte. 2. nahmen die Zuschauer eine tiefere Blickposition ein, die die Macher quasi auf eine "Bühne" erhoben, bspw. wie bei einem Konzert à la José Gonzalez. Videos: "Moody Blues" – Schneider, Lopes, Kohn (1:59) "Swimmin' down to New Orleans" – Schneider, Lopes, Kohn (1:08) "(Re-)Master Song" – Schneider, Lopes, Kohn (1.26) Einführung IRCAM-Tools – MAX/MSP:Beschreibung: Am 06. November fand eine Einführung in IRCAM-Tools – MAX/MSP durch Herrn Friedmann statt. Die Möglichkeiten zur Nutzung der Tools für eine Improvisation wurden aufgezeigt. Videos: Einführung IRCAM-Tools – MAX/MSP 1/2 (3.45) Einführung IRCAM-Tools – MAX/MSP 2/2 (3.03) Installation: Schokk ValueWas ist Improvisation für mich?Müsste ich Improvisation in einem Satz beschreiben würde ich sagen: „Improvisation ist ein Spiel auf das man sich einlässt.“ Sowohl die Rezipienten als auch der Akteur, der Musiker, der Schauspieler, kurz gesagt der Performer lassen sich auf dieses Spiel ein. Improvisation bedeutet sich in eine Situation zu begeben auf die man zu einem hohen Grad unvorbereitet trifft. Der Performer tut dies aus einer Absicht heraus. Er möchte sich in diesem Prozess öffnen und eine Botschaft an das Publikum zu transportieren. Sein Verlangen ist es eine einzigartige Situation zu schaffen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Rezipienten das Geschehen nicht nur hören oder sehen, sondern fühlen. Dadurch soll eine Interaktion, eine Kommunikation mit den Rezipienten aufgebaut werden, die den Raum mit Schwingungen füllt. Die Einzigartigkeit einer Improvisation liegt in ihrer Vergänglichkeit, in ihrer Nicht-Reproduzierbarkeit und vor allem in ihrer Zerbrechlichkeit. Ein Performer begibt sich jedoch nicht gänzlich unvorbereitet in eine Improvisation. Er ist sich seiner Fähigkeiten bewusst, er kennt seine Werkzeuge, die er im situativen Kontext einzusetzen weiss. Die „Unsicherheit“ die sich aus dem situativen Kontext ergibt, kann als Spiel bezeichnet werden. Da weder Publikumsreaktionen, noch der Verlauf und teilweise auch nicht der Inhalt der Improvisation vorhergesagt werden kann, hat jede Improvisation eine hohe unsichere Komponente. Der Performer sieht die Situation jedoch als Herausforderung und trägt im Unterbewusstsein das Gefühl, dass die Performance ihren Weg finden wird. Er fragt nicht nach dem „Wie". Was verstehe ich unter einer medialen Improvisation?Unter einer medialen Improvisation, verstehe ich eine Improvisation unter gezieltem Einsatz elektronischer Komponenten wie Computer, Software, E-Instruments etc. die mit nativen Instrumenten und humanen Elementen zusammengefügt werden können bzw. zusammen ein Ensemble ergeben, jedoch nicht müssen. Klänge und Bilder werden bei der medialen Improvisation über elektronische Komponenten wiedergegeben. Für eine auditiv-mediale Improvisation gibt es technisch mehrere Möglichkeiten wie Klang generiert und verfälscht werden kann. Töne können rein computergeneriert sein. Es können aber auch native Instrumente durch den Einfluss von Software manipuliert und verfälscht werden und entweder so über das Lautsprechersystem ausgespielt werden oder über Schnittstellen mit Instrumenten, Klängen oder Stimmen (aus dem situativen Kontext) die Live gespielt werden interagieren. Letzteres bietet die Möglichkeit durch die Interaktion mit der „Außenwelt“ ein auditives Ökosystem zu schaffen. Dabei versucht die Software durch ständige Reaktionen auf die äußere Einflüsse das System in einen Ist-Zustand zurückzuführen (Regelkreislauf). Eine mediale Improvisation hat es in der Regel schwerer ein Gefühl zu transportieren, da die Botschaft per se elektronisch-maschinell übertragen wird. Der Performer muss sich bewusst sein, dass er über diesen Kanal mit den Rezipienten kommuniziert. Informationen können, weil sie in diesem Fall komplexer encodiert sind, in höherem Maße fehlinterpretiert werden. Weil Rezipienten über unterschiedliche „Medienkompetenz“ verfügen entwickelt sich ein größerer Interpretationsraum bei der Darbietung der Improvisation. |
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